Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Brexit
Märkte / Makro

EU ohne UK: Die EZB verliert einen Aktionär

Selbst die Europäische Zentralbank ist direkt vom Brexit betroffen.
Dies ist der zweite Teil einer fünfteiligen Serie.

Auf den ersten Blick ist die Eurozone nicht direkt betroffen. Der Brexit bedeutet einen Austritt aus der EU, aber nicht aus dem Euro. Schliesslich war das Vereinigte Königreich nie Mitglied der Währungsunion, sondern besitzt mit dem Pfund eine eigene nationale Währung. Und doch hat der Brexit direkte Implikationen für Euroland.

Als die Europäische Zentralbank (EZB) 1998 gegründet wurde, schossen alle EU-Mitglieder Kapital ein. Das Vereinigte Königreich ist somit Gründungsmitglied und Teilaktionär der EZB, auch wenn es nicht zur Währungsunion zählt. Der Anteil jedes Landes bemisst sich nach einem Schlüssel, der sich zu je 50% aus dem Anteil des Bruttoinlandprodukts und der Bevölkerung am EU-Total errechnet. Die Werte werden alle fünf Jahre an die Realität angepasst, zuletzt geschah dies Anfang 2019. Aktuell beläuft sich der Kapitalanteil Britanniens auf 14,3%. Das Vereinigte Königreich ist damit nach Deutschland und Frankreich der drittgrösste EZB-Aktionär. Anders als echte Euromitglieder hat es aber keinen Anspruch auf ausschüttbare Gewinne.

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