Märkte / Makro

EU stellt Pläne für CO2-Grenzsteuer vor

Die EU-Kommission stellt die weltweit ersten Pläne für eine Art CO2-Steuerabgabe bei energie-intensiven Importgütern vor.

(Reuters) Im Kampf für den Klimaschutz geht die EU-Kommission mit Plänen für eine Art CO2-Grenzsteuer in die Offensive. Die Abgabe auf Emissionskosten von energie-intensiven Importgütern wie Stahl, Zement und Aluminium soll in einer Übergangsphase bis Ende 2025 eingeführt und ab 2026 voll greifen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch zu ihrem «CO2-Grenzausgleichsmechanismus» genannten System mitteilte. Importeure müssen im Rahmen des Mechanismus digitale Verschmutzungs-Zertifikate erwerben.

Damit sollen Firmen in der EU vor Konkurrenz aus dem Ausland geschützt werden, deren Produktion nicht denselben Klimaauflagen unterliegt wie in der Europäischen Union – dabei stehen Staaten wie Russland und China im Fokus. Die Volksrepublik gab wenige Stunden vor Bekanntgabe der Brüsseler Pläne bekannt, dass sie noch in diesem Monat ein Emissionshandelssystem (ETS) starten will. Der Handel mit CO2-Zertifikaten ist ein wichtiges Instrument zum Klimaschutz.