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EU verhängt Strafe gegen Credit Suisse wegen Anleihenkartell

Die Aufseher werfen der Grossbank eine Beteiligung an einem Kartell im Handel mit Dollar-Anleihen vor. Die Busse könnte rund 12 Mio. € betragen.

(Reuters) Die EU-Kartellbehörde hat gegen die Credit Suisse (CSGN 9.39 +0.86%) und zwei weitere Grossbanken eine Geldstrafe von insgesamt 28,5 Mio. € verhängt. Die Aufseher werfen den Instituten Angaben vom Mittwoch zufolge eine Beteiligung an einem Kartell im Handel mit Dollar-Anleihen vor. Die Busse gegen Credit Suisse belaufe sich auf rund 11,86 Mio. €. Bank of America (BAC 41.39 +0.95%) Merrill Lynch müsse 12,64 Mio. und Credit Agricole 3,99 Mio. € zahlen.

Die Deutsche Bank (DBK 11.32 +2.54%) entging einer Strafe, weil sie das Kartell bei der Europäischen Kommission angezeigt hatte. Der Kommission zufolge hätten Händler der vier Banken Handelsstrategien abgesprochen, sensible Preisinformationen ausgetauscht und Preise über fünf Jahre hinweg abgestimmt.

Die Credit Suisse akzeptiert die Strafe nicht. «Credit Suisse ist nach wie vor der Ansicht, dass der einzige ehemalige Mitarbeiter, den die Europäische Kommission kritisiert hat, kein wettbewerbswidriges Verhalten an den Tag gelegt hat», hiess es in einer Stellungnahme. «Die Credit Suisse beabsichtigt, die Entscheidung der Kommission vor europäischen Gerichten anzufechten, wo wir uns in dieser Angelegenheit mit Nachdruck verteidigen werden.»

Leser-Kommentare

Franz Piller-Weber 28.04.2021 - 18:03

Die FuW-Umfrageergebnisse (heutiger Stand) betreffend der beiden Grossbanken
stimmen bedenklich. Das Vertrauen scheint nicht gross zu sein. Hoffen wir auf bessere Zeiten!