Unternehmen / Ausland

EU will Beihilfe zu Steuervermeidung bestrafen

Berater sollen eigene aggressive Steuerstrukturen für Unternehmen beim Staat melden.

(Reuters) Banken und Berater sollen in der Europäischen Union künftig für die Hilfe zur Steuervermeidung ihrer Unternehmenskunden bestraft werden.

Die EU-Kommission schlug am Mittwoch vor, dass Firmen wie Deloitte, KPMG, PricewaterhouseCoopers oder Ernst & Young die nationalen Behörden darüber informieren müssen, wenn sie möglicherweise aggressive und grenzübergreifende Systeme zum Transfer von Steuergeldern entwerfen. Der Vorschlag, benötigt noch die Zustimmung der Mitgliedsländer und des EU-Parlaments.

Von einigen EU-Parlamentariern gab es umgehend Kritik. Hingegen lobte das Deutsche Finanzministerium die Idee, dass es eine einheitliche Regelung geben soll. Ziel sei es, den europäischen Ansatz mit den deutschen Überlegungen zu einer Anzeigepflicht in Einklang zu bringen. Bisher gebe es in Deutschland keine Anzeigepflicht.

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