Märkte / Makro

Eurokonjunktur fängt sich nach Sinkflug

Der Einkaufsmanagerindex steigt im Dezember bis an die Wachstumsschwelle. Vor allem aus der Industrie kommen positive Signale.

(Reuters) Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich nach ihrem steilen Sinkflug in der Corona-Pandemie im Dezember wieder gefangen. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg um satte 4,5 Punkte auf 49,8 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Das Barometer ist damit wieder nahe an die Wachstumsschwelle von 50 Zählern herangerückt. Im November war es noch rasant bergab gegangen. Experten hatten für Dezember lediglich mit einer leichten Verbesserung auf 45,8 Punkte gerechnet.

«Die Euro-Zone hat sich im Dezember besser geschlagen als erwartet. Die Daten deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft wieder annähernd stabilisiert hat», erklärte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Momentan sehe es so aus, als ob der Rückgang im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen werde als im Frühjahr.

Während die Industrieproduktion nach der Abschwächung im November zum Jahresende wieder stärker ausgeweitet wurde, verbuchten die Dienstleister im Dezember den vierten Monat in Folge Geschäftseinbussen. Gleichwohl fiel der Rückgang laut IHS Markit deutlich schwächer aus als in den beiden Vormonaten, da nicht mehr ganz so viele Firmen von den Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen waren wie im November.