Unternehmen / Ausland

Europa: Die Furcht vor einer Bankenkrise in Italien

Italiens Banken brauchen dringend frisches Kapital. Die Euro-Finanzminister pochen darauf, dass nicht Steuergelder zum Einsatz kommen dürfen. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Banken zu helfen.

(Reuters) Ein Gespenst geht um in Europa: die Furcht vor einer neuen Banken- oder Wirtschaftskrise. Im Fokus steht dieses Mal Italien mit seinen Banken, die auf faulen Krediten von 360 Milliarden Euro sitzen. Monte dei Paschi di Siena – das älteste Geldhaus der Welt – und weitere Institute benötigen dringend frisches Kapital. Im Gespräch sind 40 Milliarden Euro, um nicht in Schieflage zu geraten. Misslingt die Operation, könnte das in Europa Dominoeffekte auslösen und viel Vertrauen verspielen. Auch die Zukunft von Regierungschef Matteo Renzi, der vielen als Reformer und Stabilitätsanker Italiens gilt, steht auf dem Spiel. Sollte er stürzen, drohen dem Land unruhige Zeiten. Es könnte neben dem austrittswilligen Grossbritannien der zweite grosse politische Brandherd der EU werden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

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Jean Ackermann 12.07.2016 - 18:55
Da zwingt man die Banken, direkt oder indirekt, sehr leicht Kredite an Firmen, Private und den Staat zu vergeben, damit die Wirtschaft laeuft und keine Rezession eitritt. Wenn diese Kredite von den Schuldnern ( alles Steuerzahler!!!) aber nicht mehr bedient werden koennen, sollen scheinbar ja nicht diese Steuerzahler das System stabilisieren, sondern die Aktionaere sollen fuer die Stabilitaet sorgen und… Weiterlesen »