Märkte / Aktien

Europäische Aktien zählen zu den Gewinnern

Im ersten Quartal haben die Aktienmärkte in Portugal, Deutschland und Italien besonders gut abgeschnitten. Der Börsenplatz in Athen gehört zu den Verlierern.

Europas Aktien gehörten im ersten Quartal zu den Lieblingen der Investoren. Das zeigt ein Überblick über die Performance verschiedener Anlageklassen weltweit. Zur Vergleichbarkeit erfolgt die Berechnung auf Dollarbasis. Die Entwicklung an den Devisenmärkten beeinflusst das Ergebnis aber massgeblich.

Auf den vorderen Plätzen finden sich die Aktienmärkte von drei Euroländern. Portugiesische Valoren sind von Januar bis März – gemessen in Dollar – knapp 10% gestiegen. Dahinter folgen der Dax (DAX 12468.53 0.47%) (+8,4%) und der italienische Leitindex FTSE Mib (+8,3%). Besser schneiden nur noch die Börsenplätze in Japan, China und Russland ab.

Seit Jahresanfang hat der Euro gegenüber dem Dollar mehr als 11% an Wert verloren. Wird dieser Währungseffekt ausgeklammert, fällt die Performance europäischer Aktien deutlich besser aus. Gemessen in Lokalwährung (LW) avancierten die Indizes in Portugal, Deutschland und Italien jeweils mehr als 20%. Der amerikanische Aktienmarkt kann da nicht mithalten: Der S&P 500 (SP500 3007.39 -0.07%) hat bis Ende März lediglich 1% zugelegt.

Die Divergenz dürfte teilweise auf die entgegengesetzten Strategien der Notenbanken zurückzuführen sein. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zu Jahresbeginn ihr erstes Anleihenkaufprogramm beschlossen. Die US-Notenbank (Fed) hat ihr Stimulusprogramm dagegen beendet und fasst eine Zinserhöhung ins Auge.

Am unteren Ende des Tableaus steht der griechische Aktienmarkt (–16,4%, –5,9% in LW). Der Schuldenstreit mit den Europartnern und Spekulationen um einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone haben Anleger abgeschreckt.

Zu den Verlierern zählen auch die Rohstoffmärkte. Der CRB-Index, der 19 Rohstoffe umfasst, büsste knapp 8% ein. Dazu beigetragen hat der Ölpreis, der seine Talfahrt im neuen Jahr fortsetzte.

Am Bondmarkt zahlten sich Investitionen in amerikanische Staats- und Unternehmensanleihen aus (+1,8% resp. +2,2%). Europäische Staatsanleihen liegen weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Erfolgt die Berechnung in Euro, schaffen es allerdings auch Europas Staatspapiere in die Gewinnzone: Bunds und spanische Staatsanleihen kletterten im ersten Quartal rund 3,7%.

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