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Märkte / Anleihen

Europas ETF-Markt ist fast 500 Mrd. € schwer

Bei europäischen Anlegern stehen börsengehandelte Indexfonds hoch im Kurs. Allein in November flossen 4,8 Mrd. € in ETF. Dabei kam es gleich zu einer doppelten Trendwende.

Es ist ein rasanter Aufstieg: Der europäische Markt für börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) erreichte im November dank einem Nettomittelzufluss von 4,3 Mrd. € ein Gesamtvermögen von 497 Mrd. €. Damit ist die 500-Mrd.-Marke im Dezember in Reichweite. Ende 2001 belief sich das verwaltete Gesamtvermögen noch auf rund 4 Mrd. €. Das meldete der französische ETF-Anbieter Lyxor am Dienstag.

Auffallend ist, dass Anleger im ETF-Markt im November eine doppelte Trendwende vollzogen haben. Zum einen waren Aktien-ETF gefragter als Anleihen-ETF, es hat also eine Umschichtung stattgefunden. Zum anderen haben Anleger ihr Kapital aus den Schwellenländern abgezogen und vermehrt in Industriestaaten, vor allem in den USA, investiert.

Die Gewinner waren folglich ETF auf US-Aktienindizes. Sie verzeichneten im November mit 3,6 Mrd. € den höchsten Zufluss dieses Jahres. Diese Entwicklung geht laut Lyxor auf die Wahl Donald Trumps zurück. Er hatte im Wahlkampf versprochen, massiv in die Erneuerung der Infrastruktur zu investieren, um die Konjunktur anzukurbeln. Dies führte prompt zu steigenden Zinsen und somit fallenden Anleihenkursen nach Trumps Wahl.