Märkte / Makro

Europas Gewinnwachstum in Gefahr

Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für 2019 bereits deutlich reduziert. Dennoch könnte die schwächelnde Konjunktur für weitere Kürzungen sorgen.

Unter den Investoren scheint sich ein gewisses Mass an Gleichgültigkeit breitgemacht zu haben. Trotz der Turbulenzen im Handelsstreit und einer Abkühlung der globalen Konjunktur notieren diverse Aktienmärkte nahe ihrer Indexhöchst. Beunruhigt zeigte sich jüngst im FuW-Interview Graham Secker: Nach Meinung des renommierten Aktienstrategen von Morgan Stanley sind die gestiegenen Risiken noch nicht in den Kursen eingepreist. Vor allem die Konsensprognosen zu den Unternehmensgewinnen seien weiterhin zu optimistisch. Doch ist diese Skepsis gerechtfertigt?

Immerhin: Nachdem die Prognosen für 2019 lange unberührt blieben, scheint über die letzten Monate mehr Realismus eingekehrt zu sein. Noch im Januar wurde den Unternehmen im europäischen Stoxx 600 für das Gesamtjahr ein Gewinnwachstum von mehr als 8% zugestanden. Über die letzten Monate nahmen die Analysten die Prognose auf knapp 4,3% zurück. Damit liegt das erwartete Gewinnwachstum unter dem Vorjahresniveau. Nicht ganz so deutlich fiel die Kürzung im Euro Stoxx 50 aus: Im Index, der sich aus den grössten Konzernen im Euroraum zusammensetzt, liegt die Konsensprognose nun bei 5,5% und damit weiterhin über dem Vorjahreswert.

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