Märkte / Makro

Europas Jugend ohne Perspektiven

Die Beschäftigungslage in Europa wird vor allem für Jugendliche schwierig bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uno und ruft die Politiker zum Handeln auf.

Die vergangenen Krisenjahre haben am europäischen Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Die Arbeitslosenrate in der Eurozone beträgt heute 11%, das entspricht 17,4 Mio. Menschen ohne Beschäftigung. Während sich die Lage am Arbeitsmarkt in den Jahren 2010 und 2011 leicht entspannt hat, ist die Tendenz seit Beginn des Jahres wieder steigend.

In den kommenden vier Jahren könnte die Anzahl der Arbeitslosen auf bis zu 22 Mio. steigen, wenn die Politik nicht schnell aktiv wird und gegensteuert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Uno-Organisation warnt insbesondere davor, dass sich die Beschäftigungskrise auch auf die bisher relativ robusten Eurostaaten wie Deutschland oder Österreich auswirken wird. Trotz der flauen Wirtschaftslage verzeichneten diese Länder seit 2009 sinkende Arbeitslosenraten, doch nun droht eine Stagnation. Anlass zur Sorge gibt ausserdem die Qualität der Jobs, die laut ILO abnimmt, und zwar auch in relativ erfolgreichen Volkswirtschaften. So wurden in Deutschland und den Niederlanden zwar neue Stellen geschaffen, dabei handelte es sich aber vor allem um unqualifizierte Jobs. Diese Arbeiten werden schlechter bezahlt, und die Stellen sind oft nicht nachhaltig gesichert. Beim nächsten Abschwung droht erneut der Jobverlust.

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