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Europas Pandemiewelle bleibt gefährlich

Die Neuansteckungen sind über die Feiertage und den Jahreswechsel in der Schweiz zwar gesunken. Doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein.

Die Behörden in Europa können sich mittlerweile wieder ein aussagekräftiges Bild vom Pandemieverlauf machen. Insbesondere bei den bestätigten Covid-19-Fällen klart es sich auf: Über die Weihnachts- und die Neujahrstage hatten einige Länder teilweise die Testkapazitäten erheblich heruntergefahren, auch besuchten weniger Menschen den Arzt, selbst wenn sie Symptome zeigten. Dies führte dazu, dass die Ansteckungszahlen zum Teil stark gedrückt wurden, ohne dass klar war, ob sich die Pandemie tatsächlich abschwächt.

Für eine Entwarnung ist es noch immer zu früh, gerade mit Blick auf die Verstorbenen und die Intensivpatienten. Immerhin zeigt sich aber, dass die 7-Tage-Inzidenz besonders in der Schweiz (–86), in Deutschland (–35) und Österreich (–6) im Vergleich zum Stand vor Weihnachten gesunken ist. Damit sind die Fälle innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gemeint. In vielen Ländern streben die Behörden eine In­zidenz von deutlich weniger als 50 an, um besser kontrollieren zu können, wie schnell sich das Virus ausbreitet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?