Märkte / Derivate

Europas Raps wird knapp

Trockenheit und Schädlinge setzen den Pflanzen zu. Ausweichen gestaltet sich schwierig.

Volatilität ist die einzige Konstante für Marktteilnehmer, die auf Agrarrohstoffe setzen. Während beispielsweise der Preis von Soja von den Entwicklungen im sino-amerikanischen Handelskrieg stark negativ beeinflusst wird, kennt eine andere Ölsaat in den letzten Monaten nur einen Trend: nach oben. Die Rede ist von Raps.

Der Grund für diese Entwicklung ist weder in Asien noch in den USA zu finden, sondern in Europa. Nach dem Hitzesommer letztes Jahr ist die diesjährige Ernte auf das Niveau von vor fünf Jahren zurückgegangen. Die Prognosen für den nun gestarteten Wachstumszyklus sind noch düsterer: Die Bauern werden nächsten Sommer die ertragsschwächste Ernte seit dreizehn Jahren einfahren. Das US-Landwirtschaftsdepartement prognostiziert für nächstes Jahr eine europäische Ernte von 18 Megatonnen, was gegenüber dem bereits mässigen Vorjahr einen Rückgang von 10% bedeutet. Die Europäische Kommission ist pessimistischer, sie rechnet mit einer Ernte von 17,5 Megatonnen.

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