Märkte / Anleihen

Europas Zinsen hinken Amerika hinterher

Europäische Staatsanleihen werden auch 2021 keine positive Rendite abwerfen – zumindest Obligationen bester Bonität aus Deutschland und der Schweiz. Dafür steigt wohl die Verzinsung in den USA.

In den letzten Handelswochen des Vorjahres hat sich bereits angedeutet, was auch die ersten Monate dieses Jahres die Staatsanleihenmärkte bestimmen wird. Die Renditen in den USA und Europa driften auseinander: Bei zehnjährigen US-Treasuries steigt die Verzinsung tendenziell weiter, während sie bei europäischen Papieren weiterhin auf dem aktuell niedrigen Niveau im Negativen bleiben dürfte. Doch der Zinsabstand dürfte nicht mehr ewig wachsen, sagen Strategen voraus, weil der US-Markt Anleger aus Europa anlockt.

Deutsche Bundesanleihen geben in Europa die Richtung vor: Sie profitieren derzeit im Zuge der Pandemiewelle von einer verstärkten Sicherheitsnachfrage der Investoren. Mit zehn Jahren Laufzeit rentieren sie seit Wochen in der Spanne von –0,6 bis –0,5%. Schweizer «Eidgenossen» folgen seit Beginn der Coronapandemie sehr eng der Verzinsung deutscher Papiere – allerdings mit nicht ganz so weit im Minus liegender Rendite. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?