Märkte / Makro 15:42 - 07.03.2017

Eurozone hält Wachstumstempo

Alle Euro-Staaten mit Ausnahme von Griechenland und Finnland schafften ein Plus. Sowohl der Konsum als auch Investitionen sind die Treiber.
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BIP
Wertschöpfung einer Volkswirtschaft . Die Entwicklung des BIP ist eine wichtige Einflussgrösse für die Gewinne der Unternehmen sowie das Zinsniveau und dadurch indirekt für Aktien und Obligationen .
EU
Supranationale Organisation (früher Europäische Gemeinschaft), in der 27 europäische Staaten zusammengeschlossen sind. Pfeiler ist die wirtschaftliche Integration. Die wichtigsten Errungenschaften sind der Binnenmarkt und der Euro .
Eurozone
Von elf Staaten der Europäischen Union per 1. Januar 1999 realisierter Zusammenschluss (seit 2001 auch Griechenland, seit 2007 Slowenien, seit 2008 Malta und Zypern). Die Teilnehmer haben die geldpolitische Kompetenz der EZB übertragen. Die nationalen Währungen wurden gegeneinander (Wechselkursverhältnisse) und gegenüber der Einheitswährung Euro fixiert.
Konjunktur
Oft synonym verwendet für die Lage der Gesamtwirtschaft. Die Forschung betont den zyklischen Verlauf des Wirtschaftswachstums (Aufschwung , Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession , Depression). Im Englischen wird deshalb auch von Business Cycle gesprochen.
Kurs
Börsen- oder Marktpreis von Wertpapieren , Devisen , Münzen oder Waren. Der Kurs schwankt je nach Angebot und Nachfrage.
Volkswirtschaft
Von Ökonomen verwendetes Synonym für die Wirtschaft eines Landes beziehungsweise einen Wirtschaftsraum wie die EU .

(Reuters) Die Wirtschaft in der Eurozone hat Ende 2016 ihr Wachstumstempo gehalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember zum Vorquartal um 0,4% zu, bestätigte das Statistikamt Eurostat am Dienstag eine frühere Schätzung. Auch im Sommerquartal hatte es ein Plus in dieser Höhe gegeben. Kauffreudige Verbraucher und steigende Investitionen der Unternehmen hielten die Konjunktur auf Kurs.

Mit Ausnahme von Griechenland und Finnland schafften alle Euro-Staaten ein Plus. Die beiden grössten Volkswirtschaft Deutschland und Frankreich wuchsen um jeweils 0,4%, Spanien um 0,7% und Italien um 0,2%. Dagegen meldete Griechenland ein Minus von 1,2%, während das Bruttoinlandsprodukt in Finnland stagnierte.

Im Gesamtjahr 2016 wuchs die Euro-Wirtschaft um 1,7%. Die EU-Kommission erwartet in diesem Jahr ein Plus von 1,6%, dem 2018 ein Wachstum von 1,8%  folgen soll.

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