Märkte / Makro

«Eurozone künftig stabiler als vor der Krise»

Der deutsche Volkswirt Lars Feld rät den Euroländern, Schulden abzubauen, statt nur auf die gute Konjunktur zu setzen.

Dieter Heumann

Griechenland brauche keinen Schuldenerlass, und die Euroländer seien auf Kurs, um die Maastricht-Schuldenkriterien zu erfüllen, sagt Lars Feld. Der 51-Jährige ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, leitet dort das Walter-Eucken-Institut und ist seit 2011 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Herr Feld, der IWF hat jüngst eindringlich wegen der rapide steigenden Staatsschulden der G-20-Länder gewarnt. Wie ist die Schuldenlage im Euroraum?
Wir befinden uns in einer guten konjunkturellen Situation. Gleichwohl sehen wir die Entwicklung der Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen nicht ohne Sorge: Die Konsolidierung ist vor einiger Zeit zum Erliegen gekommen. In den Euroländern insgesamt haben wir seit langem eine übermässig hohe Staatsverschuldung von 89% des Bruttoinlandprodukts. Im Fall einer plötzlich eintretenden Krise hätten die Mitgliedstaaten Schwierigkeiten, fiskalisch gegenzusteuern.

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