Märkte / Makro

Eurozone verliert an Tempo

Die Stimmung der Unternehmen in der Eurozone trübt sich ein. Der Einkaufsmanagerindex fällt auf den tiefsten Stand seit Ende 2014.

(Reuters) Die schwächelnde Industrie zieht die Wirtschaft im Euro-Raum nach unten. Die gesamten Aufträge stagnierten im Juli nahezu und die Firmen blicken so skeptisch nach vorn wie zuletzt Ende 2014, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilte.

Der Einkaufsmanagerindex – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel um 0,7 Punkte auf 51,5 Zähler. Das Barometer sank damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren, bleibt aber über der Wachstumsmarke von 50 Punkten. Die Daten signalisierten, dass die Wirtschaft im Euro-Raum im zweiten Quartal um 0,2% wachsen dürfte, im dritten Quartal dann aber nur noch um 0,1%, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris William.

Der Index allein für die Industrie fiel um 1,2 auf 46,4 Zähler. «Sorgenkind war zum wiederholten Mal die Industrie, die infolge geopolitischer Spannungen, des Brexits, zunehmend angespannter Handelsbeziehungen und vor allem aber wegen des Schlamassels des Automobilsektors immer tiefer in die Krise rutschte», betonte Williamson.

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