Märkte / Makro

«Die Eurokrise ist noch nicht besiegt»

Der Leitzins für die Eurozone beträgt unverändert 0,25%, der Einlagenzins 0%. EZB-Präsident Mario Draghi hat den Zinsentscheid an einer Pressekonferenz erläutert.

15.31

Die Pressekonferenz ist beendet.

15.30

Wie werden Staatsanleihen im Bankenstresstest bewertet? Genau so, wie es vom Basler Komitee vorgegeben wird: Sie gelten als risikofrei. Ende Januar wird die EZB weitere Einzelheiten zum Stresstest bekanntgeben.

15.25

Neben der Angst vor steigender Inflation nennt Draghi eine weitere weit verbreitete Angst: die Befürchtung, dass durch die tiefen Zinsen die Altersvorsorge erodiert wird. Die EZB nehme diese Befürchtung sehr ernst, sagt Draghi.

15.19

Die Situation in Japan ist nicht mit der Lage in der Eurozone vergleichbar, betont Draghi. Die Inflationserwartungen in Japan waren mittelfristig nicht fest verankert, wie es heute im Euroraum der Fall ist. Zudem sind die europäischen Banken in einer besseren Verfassung. Der Stresstest soll das Finanzsystem weiter stärken.

15.15

Zum Abbau der aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone zitiert Draghi Abraham Lincoln: Schwache Länder werden nicht gestärkt, indem die starken Länder geschwächt werden. Draghi spielt damit auf die Kritik an Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit an. Allerdings seien Infrastrukturinvestitionen durchaus sinnvoll.

15.12

Die EZB arbeitet noch immer an einem Vorschlag für ein Protokoll zur Zinssitzung. Sie will zwar die Transparenz erhöhen, gleichzeitig sollen aber auch die Mitglieder des Rats geschützt werden.

15.08

Draghi erklärt allerdings auch, die Zuversicht sei zurückgekehrt, das sei vor einigen Monaten noch nicht der Fall gewesen.

15.06

Ist die Eurokrise vorbei? Draghi äussert sich da sehr vorsichtig. Die Arbeitslosigkeit sei hoch und die wirtschaftliche Erholung schwach und fragil. Es wäre verfrüht zu erklären, die Krise sei besiegt.

15.05

Die Zinsentwicklung in der Eurozone wird derzeit hauptsächlich von den Vorgängen innerhalb des Währungsraums bestimmt und weniger von externen Faktoren. Draghi ortet darin den Erfolg der Geldpolitik und insbesondere der Forward Guidance.

15.00

Die Inflation wird für wenigstens zwei Jahre unter 2% bleiben. Sollte sich der Ausblick weiter verschlechtern, wird die EZB handeln.

14.57

Draghi betont noch einmal das wichtigste Ziel der EZB: die Preisstabilität. Um dieses Mandat zu erfüllen, wird sie alle zur Verfügung stehenden Massnahmen nutzen.

14.50

Draghi will sich zu spezifischen geldpolitischen Massnahmen nicht äussern: «Uns stehen verschiedene Massnahmen zur Verfügung. Es ist derzeit wenig sinnvoll zu spekulieren, welche davon wir nutzen würden, denn das ist abhängig von der konkreten Situation.»

14.46

Die wirtschaftliche Entwicklung entspricht derzeit den Erwartungen der EZB. Sollte die Inflationsrate abnehmen oder sich die Liquiditätsversorgung verschlechtern, wird die EZB Massnahmen ergreifen.

14.42

Die Fragerunde für die Journalisten ist eröffnet.

14.41

Die Situation der Banken hat sich stabilisiert. Der bevorstehende Bankenstresstest wird die Transparenz erhöhen und das Vertrauen in den Sektor erhöhen.

14.40

Die Kreditvergabe an den privaten Sektor bleibt tief. Draghi hält die Entwicklung derzeit für normal, denn die Kreditvergabe reagiert verzögert auf eine Erholung der Wirtschaft.

14.37

Die Wirtschaft wird sich laut EZB-Prognose 2014 leicht erholen, die negativen Risiken dominieren nach wie vor.

14.35

Die EZB beobachtet die Wirtschaftssituation weiterhin genau und ist bereit, alle nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die Wirtschaft zu stützen.

14.33

Der Preisdruck in der Eurozone wird weiterhin gedämpft bleiben. Die Inflationserwartungen bleiben langfristig fest verankert. Lesen Sie hier das einführende Statement von Mario Draghi.

14.31

Mario Draghi begrüsst zum Auftakt Litauen in der Währungsgemeinschaft.

14.30

Die Pressekonferenz beginnt.

13.45 Der Zinsentscheid

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt die Zinsen unverändert: Der Hauptrefinanzierungssatz beträgt damit weiterhin 0,25%, der Spitzenrefinanzierungssatz 0,75% und der Einlagensatz 0%. Analysten hatten im Vorfeld mehrheitlich mit diesem Ergebnis gerechnet.