Märkte / Makro

EZB erwägt angeblich gestaffelten Einlagenzins

Insidern zufolge lotet die EZB Möglichkeiten aus, um Lasten für Banken infolge der langanhaltenden Tiefzinspolitik abzumildern.

(Reuters/KUE) Die EZB lotet Insidern zufolge Möglichkeiten aus, um Lasten für Banken infolge der langanhaltenden Tiefzinspolitik abzumildern. Eine der Optionen sei dabei die Einführung eines gestaffelten Einlagensatzes, sagten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters. Es seien dazu aber noch keine konkreten Vorschläge gemacht worden. Ziel sei es aber, den Instituten etwas von den mehr als 7 Mrd. € zu erlassen, die die Währungshüter pro Jahr von ihnen infolge überschüssiger Liquidität bislang einsammeln. Die EZB lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Die Anpassung der EZB hätte wohl keine Auswirkung auf die Schweiz. Denn EZB würde sich damit an die Regelungen der Schweizer Nationalbank (SNB) anpassen, die seit dem 22. Januar 2015 einen Satz von 0,75% auf die Einlagen der Geschäftsbanken verlangt. Dabei bekommt jeder Girokontoinhaber einen Freibetrag von mindestens 10 Mio. Fr. Bei inländischen Banken entspricht der Freibetrag zum Beispiel dem 20-fachen des Mindestreserve-Solls, den Kreditinstitute bei der SNB halten müssen. Dabei wird allerdings auch die Bargeldhaltung berücksichtigt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?