Märkte

EZB: Ester soll es richten

Die Europäische Zentralbank lüftet den Schleier, wie der neue Eurogeldmarktsatz aussehen soll, der den Eonia ersetzt.

Nachdem die britische Finanzaufsicht angekündigt hat, dass sie den weltweit wichtigsten Geldmarktsatz Libor ab 2021 nicht mehr unterstützen wird, suchen die Staaten nach Alternativen. In der Schweiz, den USA und in Grossbritannien ist man bereits weit: Saron, SOFR und Sonia heissen die neuen Übernacht-Geldmarktsätze, die spätestens Ende 2020 als Basis für Millionen von Kreditverträgen und Derivaten dienen werden.

Euroland hinkt dieser Entwicklung weit hinterher. Noch sind sich Marktteilnehmer und die Europäische Zentralbank (EZB) nicht annähernd einig, wie die Zinsreform ablaufen soll. Die Beratungen verlaufen schleppend. Das Ganze wird dadurch erschwert, dass anders als im Ausland gleich zwei zentrale Geldmarktsätze ausgetauscht resp. von Grund auf umgebaut werden müssen: der Interbankensatz Euribor und der Übernacht-Referenzzins Eonia. Beide sind in ihrer jetzigen Form nicht konform mit der EU-Verordnung für Referenzzinsen, die 2020 in Kraft tritt.

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