Märkte / Makro

EZB hält an Politik der ruhigen Hand fest

Euronotenbank erkennt leichte Aufhellung des wirtschaftlichen Ausblicks, doch die Inflationsaussichten bleiben schwach. Die strategische Überprüfung beginnt.

Für dieses Jahr rechnen Beobachter damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldpolitik stillhalten wird – solange keine neuen Schocks die Wirtschaft belasten. Auch an den Finanzmärkten erwarten die Anleger derzeit für 2020 konstante Zinsen. Die erste Erhöhung des EZB-Einlagensatzes für Banken wird für Ende 2021 prognostiziert, zeigen Berechnungen von Morgan Stanley. Dafür dürften die Eurowährungshüter im Januar die erste grosse Überprüfung ihrer Strategie seit 2003 beginnen, die im Dezember enden soll.

Am Donnerstag kommen die Notenbanker zu ihrer ersten geldpolitischen Sitzung in diesem Jahr zusammen. Die neue Präsidentin Christine Lagarde dürfte bei ihrer Forderung nach mehr fiskalischer Unterstützung durch die Regierungen bleiben. Auf der Pressekonferenz dürfte sie zudem von einer leichten Aufhellung der wirtschaftlichen Aussichten sprechen, schreiben die Volkswirte der DekaBank. Bereits im Dezember hatte der EZB-Rat Anzeichen einer gestiegenen Zuversicht unter den Marktteilnehmern ausgemacht.

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