Märkte / Makro

Die EZB wartet länger auf den Teuerungsschub

Analyse | Die Währungshüter passen ihren Ausblick an die neue Strategie an. Inflationserwartungen müssen für mindestens ein Jahr bei 2% liegen, bevor die Zinsen steigen, die Kerninflation muss zulegen.

Die Geldpolitik im Euroraum wird noch mindestens bis 2023 locker bleiben: Die Leitzinsen bleiben mindestens auf dem jetzigen Niveau, zum Teil also im negativen Bereich, und auch die Anleihenkäufe gehen vorerst weiter.

Das ist das Ergebnis der ersten Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) mit seiner erneuerten Strategie. Die haben die Währungshüter nun in ihrem Ausblick auf die künftige Zinsentwicklung, auch «Forward Guidance» genannt, eingebaut.

Für viele Marktteilnehmer und Beobachter waren die Entscheidungen des EZB-Rats aber nicht so weitreichend, dass es sie überrascht hätte. Entsprechend verhalten waren die Marktreaktionen.

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