Märkte / Anleihen

EZB macht sich lockerer als Fed und Bank of England

Im Euroraum geht von den Löhnen weniger Inflationsgefahr aus als in den USA. Deshalb sehen die Euro-Währungshüter noch kein Ende der Anleihenkäufe voraus.

Im Gegensatz zu den Währungshütern in den USA und Grossbritannien bleiben die Notenbanker im Euroraum auf ihrem expansiven Kurs der Geldpolitik. Dies sei nach wie vor erforderlich, damit sich die Inflation mittelfristig beim Ziel von 2% stabilisieren könne, erklärte der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag nach seiner Sitzung.

Ein Ende der Anleihenkäufe ist noch nicht absehbar, obwohl die EZB-Mitarbeiter ihre Inflationsprognose deutlich angehoben haben: Nach 2,6% im Jahr 2021 soll die Teuerung im nächsten Jahr bei 3,2% liegen. Im September hatten die Notenbankökonomen für 2022 noch 1,7% erwartet. Über weite Teile des kommenden Jahres werde die Teuerung über 2% liegen, sagte EZB-Chefin Christine Lagarde.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare