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EZB sichert Eurozone weitere Hilfe zu

EZB-Präsidentin Christine Lagarde will die Eurozone bis weit in die Erholungsphase geldpolitisch unterstützen.

(Reuters) Die Wirtschaft der Eurozone ist auf ihrem Weg aus der Virus-Krise heraus laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde immer noch auf kräftige geldpolitische Hilfen angewiesen. «Die EZB hat sich verpflichtet, günstige Finanzierungsbedingungen während dieser Phase sicherzustellen», sagte Lagarde am Mittwoch in einer Rede. Die starke Unterstützung werde weiterhin für eine Brücke sorgen bis weit in die Zeit der Erholung hinein. Die nächste Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) findet Donnerstag in einer Woche statt.

Die jüngsten Äusserungen von Währungshütern deuten darauf hin, dass die EZB trotz deutlicher Impffortschritte in vielen Ländern und steigender Inflationszahlen ihre geldpolitische Hilfe zunächst nicht abschwächen möchte. Im Zentrum der Debatten auf der Zinssitzung dürfte dabei das billionenschwere Notfall-Anleihenkaufprogramm PEPP der Währungshüter stehen. Die EZB hatte erst im März beschlossen, das Kauftempo dieses wichtigen Kriseninstruments im zweiten Quartal im Vergleich zu den Anfangsmonaten des Jahres deutlich zu erhöhen. Zur Entscheidungshilfe werden den Eurowächtern auf der Sitzung neue Inflations- und Wachstumsprognosen der Notenbank-Volkswirte vorliegen.