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EZB treibt digitalen Euro voran

Die Währungshüter der EZB fassen einen wichtigen Beschluss, sie wollen die Entwicklung einer digitalen Version des Euros vorantreiben.

(Reuters) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Weiche für die mögliche Einführung eines digitalen Euro gestellt. Die Währungshüter beschlossen, die Entwicklung einer digitalen Version der Gemeinschaftswährung zu starten, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Diese Untersuchungsphase soll nun 24 Monate dauern. Dabei sollen Kernfragen wie die Ausgestaltung und die Verteilung eines digitalen Euro geklärt werden. Bislang hatte es bei der EZB dazu lediglich Vorarbeiten gegeben. Die Untersuchungsphase werde die Entscheidung zur Einführung eines digitalen Euro nicht vorwegnehmen, erklärte die EZB. Diese Entscheidung werde später gefällt werden.

Rund um den Globus prüfen derzeit Notenbanken die Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen, um ihren Zahlungsverkehr zu modernisieren. Dabei spielt auch die drohende Konkurrenz durch Cyberwährungen internationaler Technologiekonzerne, wie etwa die geplante Kryptodevise Diem von Facebook, eine wichtige Rolle.