Märkte / Makro

EZB sorgt für Finanzengpässe vor

Die Europäische Zentralbank wappnet die Kreditinstitute, die bei einem Umsatzeinbruch der Unternehmen einspringen sollen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stützt das Kreditgeschäft im Euroraum, um Finanzengpässe bei kleineren und mittleren Unternehmen abzumildern. Dazu erleichtert der EZB-Rat den Banken, sich Mittel bei der Notenbank zu leihen, wenn sie im Gegenzug ihre Darlehenssumme an die Realwirtschaft stabil halten: Für diesen Fall beschloss der Rat am Donnerstag, den Banken bei ihrer Geldleihe einen Zins von –0,75% zu berechnen. Dies kann wichtig werden, wenn infolge des Nachfrageausfalls wegen des Coronavirus Unternehmen in Liquiditätsprobleme geraten und die Banken einspringen müssen.

Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) liess daraufhin der Druck nach, mit einer Zinssenkung zu reagieren, um eine starke Aufwertung des Frankens zu verhindern. Anleger rechnen nun nicht mehr damit, dass die SNB ihren Leitzins bis Ende Jahr von –0,75% auf –1% senkt. Denn anders als die Notenbanken in den USA und Grossbritannien beliessen die Eurowährungshüter ihre Leitzinsen unverändert – eine Senkung hätte das kurzfristige Zinsniveau tiefer ins Minus gedrückt.

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