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EZB will sich noch nicht festlegen

Die Notenbank lässt sich bei ihrer anstehenden Kursbestimmung alle Optionen offen.

(Reuters) Die EZB will sich bei ihrer anstehenden Kursbestimmung für die Zeit nach der akuten Corona Pandemie noch nicht zu sehr festlegen. Womöglich werde auch mit den im Dezember verfügbaren Daten die Unsicherheit mit Blick auf den mittelfristigen Inflationsausblick noch nicht beseitigt sein, heisst es in den am Donnerstag veröffentlichten Protokollen zur Zinssitzung vom 28. Oktober. Daher sei es wichtig, dass sich der EZB-Rat ausreichende Optionen für künftige Schritte offenhalte — auch über die Dezember-Sitzung hinaus.

Die EZB will auf ihrer Sitzung Mitte Dezember den weiteren Kurs abstecken. Es wird ein Beschluss erwartet, dass das auf 1,85 Bio. $ ausgelegte Notfall-Anleihenkaufprogramm PEPP Ende März auslaufen soll. Viele Experten gehen davon aus, dass die EZB für die Zeit danach ihr aktuell weit kleineres Kaufprogramm APP nutzen wird, um einen reibungslosen Übergang zu schaffen. Doch kann sie über dieses Programm dann nicht mehr so leicht verstärkt Anleihen von Staaten erwerben, die die geldpolitische Hilfe am meisten benötigen. Sie müsste sich weitgehend an festgelegte Länderquoten halten und sich dabei am sogenannten Kapitalschlüssel orientieren. Das als Kriseninstrument geschaffene PEPP-Programm bietet weit mehr Spielraum.

Die EZB muss diese Entscheidung nächsten Monat vor dem Hintergrund der erhöhten Inflation treffen, die manche Währungshüter für hartnäckiger als gedacht halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft eine Teuerung von 2% an. Die Inflationsrate im Euroraum ist mit 4,1% jedoch weit darüber hinausgeschossen. Laut EZB-Direktorin Schnabel ist für November sogar mit der höchsten Teuerungsrate seit Einführung des Euro 1999 zu rechnen.

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