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Facebook droht neuer Ärger

Wegen der Rekordbusse an die Verbraucherschutzbehörde muss Facebook einen Gewinneinbruch hinnehmen. Und die rechtlichen Probleme sind noch nicht vorbei.

(Reuters) Facebook muss wegen der Milliardenstrafe im Skandal um die Weitergabe von Nutzerdaten einen Gewinneinbruch hinnehmen und sich zugleich auf weitere Ermittlungen einstellen. Im zweiten Quartal halbierte sich der Gewinn auf 2,6 Mrd. $, wie das weltgrösste soziale Netzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. 

Facebook zahlt in einem mit der Verbraucherschutz-Behörde FTC geschlossenen Vergleich 5 Mrd. $. Mit der Rekord-Geldbusse der FTC kauft sich die Online-Plattform von Vorwürfen frei, Informationen über 87 Millionen Kunden ohne deren Wissen an die ehemalige britische Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergegeben zu haben. Doch wie von Experten erwartet, steht Facebook bereits der nächste Ärger ins Haus.

Facebook erklärte, die Aufsichtsbehörde FTC habe das Unternehmen im Juni über neue kartellrechtliche Ermittlungen informiert. Der Konzern von Mark Zuckerberg gehört damit zu den Tech-Konzernen, für die die US-Regierung erst am Dienstag umfangreiche Untersuchungen der Wettbewerbspraktiken angekündigt hatte. Sollten Gesetzesverstösse festgestellt werden, werde man «entsprechend handeln», erklärte des Justizministeriums in Washington.

Geprüft werden soll, «ob und wie führende Online-Plattformen Marktmacht erlangt haben und sich an Praktiken beteiligen, die den Wettbewerb dämpfen, Innovationen erstickt oder anderweitig den Verbrauchern geschadet haben». Beobachter halten dabei auch Ermittlungen gegen Google (GOOGL 1240.03 0.41%) und Amazon (AMZN 1839.34 -0.23%) für möglich.

Die Vergleichszahlung im Daten-Skandal schlug im zweiten Quartal mit 2 Mrd. $ zu Buche. 3 Mrd. $ wurden demnach schon im ersten Quartal dafür eingeplant. Im zweiten Quartal konnte der Internet-Riese, zu dem auch Whatsapp und Instagram gehören, den Umsatz  28 % auf 17 Mrd. $ steigern. Im Zentrum des Geschäftsmodells von Facebook stehen Informationen, die Nutzer auf den konzerneigenen Seiten preisgeben und die für die Werbeindustrie von hohem Wert sind. Facebook avancierten nachbörslich 1%.

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