Der geniale britische Naturforscher Michael Faraday (1791–1867) fand heraus, wie elektrische Abschirmung funktioniert: Wer im Gewitter im Auto sitzt, dem kann ein Blitzschlag nichts anhaben – der «faradaysche Käfig» bietet Schutz. Auch den höchstens zwei Personen in diesem Kabinenroller der Marke Messerschmitt. Diese «Asphaltblasen» wurden in den Fünfziger- und frühen Sechzigerjahren hergestellt; noch waren die Konsumenten in Nachkriegseuropa nicht so gut bei Kasse. Neben diesem Modell – ein beruhigend ziviler Kontrast zur Luftwaffen-Vergangenheit des Konstrukteurs Willy Messerschmitt – gab es etwa den BMW Isetta oder den Zündapp Janus. In Italien ist der Kleintransporter Piaggio Ape heute noch alltäglich, in Asien tuckern Autorikschas en masse durch die Städte. Hierzulande sind solche Leichtfahrzeuge eine Liebhaberei, doch, wer weiss, womöglich kommen sie wieder in Mode: Wer sich nunmehr ins schon vor Corona nicht eben prickelnd belüftete Grossraumbüro zurückwagt, wird auch volle Pendlerzüge noch weniger schätzen als ehedem. In den Sommerferien schirmt ein «Bubble Car» von vielleicht viral verdächtigen Artgenossen ab. Zelt, Schlafsack und Bierkasten finden im Anhänger bequem Platz.

(Bild: Raimund Kutter/Keystone)