Meine letzte Wortmeldung zum SMI datiert vom 4. November 2020. Das Urteil damals war, dass der SMI ein blasser Index sei, weil er im globalen Konzert nichts zu bieten habe. Seither hat er 24% zugelegt. Und das soll blass sein? Doch, das ist es. Der MSCI Welt hat in der gleichen Zeit in Franken 30% zugelegt. Das sind immerhin 6 Prozentpunkte mehr in weniger als einem Jahr.

Wer vor fünf Jahren im SMI angelegt hätte, würde einen Kapitalgewinn von 15% registrieren können, und bei einer Veranlagung in den SMI vor zehn Jahren wären es 140%. Der MSCI Welt hat in der 5-Jahres-Periode 69% zugelegt, in den letzten zehn Jahren 214%, beides in Franken. 15% zu 69, 140 zu 214, das ist schon ein Unterschied!

Relative Stärke ist zentral

Damit bin ich bei meinem Lieblingsthema, der relativen Stärke. Es heisst zu Recht, am besten fahre man mit langfristigen Anlagen. Wenn man das tut, blickt man irgendwann auf seine Performance zurück. Wenn man dann feststellen muss, dass die Reflationierung von Anlagekapital für das eigene Vermögen weit unter Potenzial gewirkt hat, dann muss man sich auch eingestehen, dass man das Defizit nicht mehr wird aufholen können.

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