Unternehmen / Ausland

Farfetch mischt die Luxusgüterbranche auf

Die Luxus-Onlineplattform erhält während der Pandemie enormen Schub – auch auf Kosten der Richemont-Tochter Yoox Net-a-Porter.

Richemont ist dieses Jahr nicht zu beneiden. Das Luxusgüterunternehmen ist in der Pandemie gleich mehrfach getroffen worden. Neben der zeitweiligen Einstellung der Produktion von Swiss-Made-Uhren lag auch die vor zwei Jahren erworbene Onlineplattform Yoox Net-a-Porter (YNAP) während Wochen beinahe flach. Die Distributionszentren, die sich in Italien befanden, waren während Wochen zwangsläufig im Lockdown, bestellte Waren konnten deswegen nicht ausgeliefert werden.

Ganz anders präsentiert sich der britische E-Commerce-Anbieter Farfetch, der wie YNAP auf teure Kleider, Uhren und Schmuck spezialisiert ist. Farfetch profitierte in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich davon, dass Luxusboutiquen geschlossen waren und die einzige Bezugsquelle für teure Waren die Onlineplattformen waren. Allein von April bis Juni setzte Farfetch 72% mehr um als in der gleichen Periode ein Jahr zuvor, der Verlust fiel kleiner aus als von Analysten erwartet. CEO José Neves sprach bei der Zahlenpräsentation von einem Paradigmenwechsel im Luxusgüterhandel. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?