Märkte / Makro

Fed blickt zuversichtlich auf Wirtschaft

Laut der jüngsten Ausgabe des Konjunkturberichts der amerikanischen Zentralbank sind die Aussichten für die US-Wirtschaft weiter positiv.

(Reuters) Nach einem moderaten US-Wirtschaftswachstum zwischen Oktober und Mitte November sind die Konjunkturaussichten für die weltgrösste Volkswirtschaft nach Angaben des Federal Reserve allgemein positiv. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt aber landesweit aus Sicht der Unternehmen angespannt, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Währungshüter, dem «Beige Book», heisst.

Insgesamt stieg die Beschäftigung demnach an. Unternehmen sei es schwer gefallen, die Arbeitskräfte zu finden, die sie benötigten. Der Handelskrieg zwischen den USA und China belastete dem Bericht zufolge das Wachstum. Die Produktionsaktivität habe nachgelassen. Auch bei den Investitionen der Unternehmen gebe es eine Abkühlung, weil einige Firmen Entscheidungen aufschöben angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Zollstreit. Einzelhändler hätten auf höhere Kosten verwiesen und einige als Grund die Zölle genannt.

Die USA und China haben sich in den vergangenen Monaten gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Angesichts der mauen Weltkonjunktur hatte das Fed den Leitzins Ende Oktober um einen Viertelpunkt auf eine Spanne von 1,5 bis 1,75% gesenkt. Vorausgegangen waren geldpolitische Lockerungen im September und Juli. Die amerikanische Notenbank will nun aber vorerst die Füsse stillhalten, so dass Experten für die Dezember-Sitzung mit einem konstanten Zins rechnen. Dafür spricht auch, dass Fed-Chef Jerome Powell trotz ungelöster Handelskonflikte optimistisch auf die heimische Konjunktur schaut.

Die US-Industrie hatte im Oktober überraschend mehr Aufträge an Land gezogen. Der Sektor stellt etwa 12% der Wirtschaftsleistung der weltgrössten Volkswirtschaft aus. Ihr macht der seit fast anderthalb Jahren anhaltende Handelskrieg mit China zu schaffen. Dennoch lief die amerikanische Wirtschaft im Sommer besser als bislang gedacht. Zwischen Juli und September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,1%. Das Wachstum war damit stärker als in einer ersten Schätzung angenommen, in der ein Plus von 1,9% genannt wurde.

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