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Fed-Chef warnt vor Abwärtsspirale

Jerome Powell, der Chef der amerikanischen Zentralbank, sieht die US-Wirtschaft noch längst nicht über den Berg.

(Reuters) Die Erholung der US-Wirtschaft von den Folgen der Corona-Krise ist aus Sicht von Notenbankchef Jerome Powell immer noch wacklig. Die Wirtschaft könne in eine Abwärtsspirale geraten, falls das Virus nicht effektiv eingedämmt werde, sagte Powell am Dienstag laut Redetext. Unternehmen und Haushalte benötigten mehr Unterstützung. «Zu wenig Hilfen würden zu einer schwachen Erholung führen, was unnötige Härten für Haushalte und Unternehmen erzeugt», warnte er. Selbst wenn die Schritte am Ende grösser als nötig sein sollten, wären sie nicht verschwendet gewesen. «Die Erholung wird stärker sein und schneller voranschreiten.»

In seiner Rede erwähnte der Notenbankchef keine neuen Fed-Programme, die über die rund ein Dutzend Hilfsmassnahmen für die Wirtschaft hinausgehen, die die Fed im März beschlossen hatte. In die Verhandlungen über ein neues Hilfspaket der Regierung ist wenige Wochen vor den US-Wahlen zuletzt wieder etwas Bewegung gekommen. Die Regierung hatte den Demokraten ein Paket mit einem Volumen von mehr als 1,5 Bio. $ vorgeschlagen. Die Demokraten forderten allerdings ein grösseres Massnahmenbündel mit einem Umfang von 2,2 Bio. $.