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Fed sieht Belebung der Geschäftsaktivität

Laut der amerikanischen Zentralbank hat sich die US-Wirtschaft zuletzt moderat belebt. Die steigenden Coronafallzahlen dämpfen aber den Optimismus.

(Reuters) In den USA hat sich laut der Notenbank Fed die Geschäftsaktivität in den vergangenen Wochen moderat belebt. Allerdings sei es wegen zunehmender Coronavirus-Infektionen und weiteren Ladenschließungen in einer steigenden Zahl von Bezirken zu einem Beschäftigungsrückgang gekommen, teilten die Währungshüter in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht «Beige Book» mit.

Die Aussicht auf Covid-19-Impfstoffe habe zwar den Optimismus für ein Wachstum 2021 gestärkt. Dieser sei jedoch von Sorgen vor einer neuen Corona-Welle und den damit verbundenen Folgen für die kurzfristigen Geschäftsbedingungen gedämpft worden. Berichte über die Verbraucherausgaben seien uneinheitlich ausgefallen. Die Preise für Häuser seien angesichts der höheren Baukosten weiter gestiegen.

Laut Umfragen wächst die US-Industrie trotz der Corona-Krise so stark wie seit dem Sommer 2018 nicht mehr. Allerdings sind am Arbeitsmarkt zum Jahresende 2020 überraschend Stellen gestrichen worden. Unter dem Eindruck der zweiten Corona-Welle, die zu Beschränkungen in der Gastronomie und anderen Service-Bereichen führte, setzten viele Firmen den Rotstift beim Personal an.

Das Fed hatte auf der Sitzung Mitte Dezember das Festhalten an ultra-niedrigen Zinsen über die Corona-Krise hinaus signalisiert, entgegen der Erwartungen vieler Investoren jedoch auf Konjunkturspritzen verzichtet. Als Krisenhelfer sprang mittlerweile die Politik mit einem 900 Mrd. schweren Hilfspaket ein. Nach einer mehrmonatigen Durststrecke wird sich die US-Wirtschaft laut Fed-Chef Jerome Powell im Zuge der einsetzenden Impfkampagne in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit Stärke zurückmelden.