Märkte / Makro

Fed sieht beschleunigte Geschäftsaktivität

Dem jüngsten Konjunkturbericht der amerikanischen Zentralbank zufolge blicken Unternehmensvertreter optimistischer in die Zukunft.

(Reuters) In den USA hat sich laut der Notenbank Fed die Geschäftsaktivität zuletzt auf eine moderate Geschwindigkeit beschleunigt. Grund für die Erholung seien die Fortschritte bei den Corona-Impfungen und die massiven fiskalischen Unterstützungsmassnahmen gewesen, teilte das Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht «Beige Book» mit.

Verbraucher hätten deswegen auch wieder mehr für Reisen und andere Güter ausgegeben. Zudem habe sich der Beschäftigungszuwachs im Berichtszeitraum von Ende Februar bis Anfang April beschleunigt. Die Verbraucherpreise hätten ihre leichte Aufwärtstendenz fortgesetzt. Insgesamt blickten die befragten Unternehmensverteter optimistischer in die Zukunft.

In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt dank der Impfkampagne und der Corona-Hilfen der Regierung zuletzt stärker aufgehellt als erwartet: Im März entstanden 916’000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft. Das Fed bleibt aber vorerst bei ihrer sehr lockeren geldpolitische Linie, wie die Protokolle der jüngsten Zinssitzung zeigen. Aus Sicht der Währungshüter ist die Unterstützung für die Wirtschaft weiter nötig, bis sich die Erholung stärker gefestigt hat.

Der Umfang der monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Mrd. $ soll so lange beibehalten werden, bis «substanzielle weitere Fortschritte» auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. US-Notenbankchef Jerome Powell stellte nun klar, dass ein Herunterfahren der Anleihekäufe lange Zeit vor einer Zinserhöhung kommen werde. Im Mittel erwartet die Führungsebene der Notenbank, dass der Leitzins bis Ende 2023 in der Spanne von 0 bis 0,25% gehalten wird.