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Fed sieht höhere Inflation

Die US-Notenbank registriert in den USA einen anhaltenden Konjunkturaufschwung. Löhne und Inflation steigen. In einigen Regionen spricht das Fed auch von höheren Stahlpreisen.

(Reuters/ML) In den USA brummt der Arbeitsmarkt. Das geht aus einer regelmässigen Umfrage der amerikanischen Zentralbank hervor, die am Mittwoch publiziert wurde. Im sogenannten Beige Book sammelt das Fed anekdotenhafte Informationen zur Wirtschaftsentwicklung in den USA.

Gegenüber dem Januar-Bericht deutet sich im aktuellen Beige Book eine weitere Verbesserung des Arbeitsmarktes an. «Über das ganze Land wird eine starke Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften gemeldet», erklärte das Fed. Die Löhne zögen in vielen Regionen des Landes deutlich an. In verschiedenen Regionen komme es sogar zu Engpässen bei der Suche nach gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Moderates Preiswachstum

Die US-Wirtschaft sei im Januar und Februar mit «leichtem bis moderatem» Tempo gewachsen. Gestiegen ist laut dem Bericht auch der Preisdruck. Sprachen im Januar-Bericht einige Bezirke noch von geringer Inflation, bezeichnet die Mehrheit den Preisauftrieb neu als moderat.

In vier der zwölf Bezirke registrierte die Notenbankumfrage anziehende Stahlpreise, die teilweise auf den geringen internationalen Wettbewerb zurückgeführt würden. US-Präsident Donald Trump hat in der vergangenen Woche Strafzölle auf ausländischen Stahl angekündigt.

Bestätigung der Erwartungen

Die Ergebnisse des Berichts stützen die Forderungen nach weiteren Zinsanhebungen der Notenbank. Finanzmarktexperten erwarten noch im März eine weitere Zinsanhebung des Fed. Die Spitze der Notenbank ist sich aber uneins, wie stark die für 2018 anvisierte Straffung der Geldpolitik ausfallen soll.

Einige Mitglieder des für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschusses halten die von den Währungshütern im Mittel angestrebten drei Schritte nach oben für zu viele, wie aus den Anfang Januar veröffentlichten Protokollen der Dezember-Sitzung hervorgeht. Andere glauben hingegen, dass eine stärkere Straffung nötig werden könnte.

Angesichts des konjunkturellen Aufschwungs hatte das Fed im Dezember die Zinsen erneut um einen Viertelpunkt hochgesetzt – auf aktuell 1,25 bis 1,5%.

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