Märkte / Makro

Fed signalisiert drei Zinsschritte 2022

Die US-Zentralbank will angesichts hoher Inflation wie erwartet ihr Kaufprogramm schneller beenden. Überrascht hat sie, was die Zinsen anbelangt.

Die US-Zentralbank zieht die Zügel an. Der Offenmarktausschuss des Federal Reserve (Fed) hat nach seiner Sitzung am Mittwochnachmittag einstimmig angekündigt, sein Wertschriftenkaufprogramm schneller zurückzufahren (Tapering) als ursprünglich gedacht. Wie am Markt erwartet will das Fed nun das Tempo verdoppeln und monatlich 20 Mrd. $ weniger Staatsanleihen (Treasuries) und 10 Mrd. $ weniger hypothekarbesicherte Wertpapiere kaufen. Das würde das Kaufprogramm im März 2022 komplett auslaufen lassen.

Das Fed startete sein Kaufprogramm im März 2020, um vor dem Hintergrund der Coronapandemie die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte zu gewährleisten. Seitdem kaufte es monatlich mindestens 80 Mrd. $ an Treasuries und 40 Mrd. $ an hypothekarbesicherten Wertpapieren. Zusammen mit den Aktivitäten nach der Finanzkrise 2009 hat es mittlerweile 5,5 Bio. $ an Wertpapieren angehäuft und ist der grösste US-Anleihenkäufer der Welt.

Jeweils drei 2022 und 2023

Erst nach dem Ende des Kaufprogramms kämen laut Fed-Chef Jerome Powell wieder Zinserhöhungen in Frage. Wie erwartet beliess das Fed deshalb den US-Leitzins im Band von 0 bis 0,25%. Gemäss dem am Mittwoch veröffentlichten Dot Plot geht die Mehrheit der Mitglieder des Offenmarktausschusses nun allerdings von drei Zinsschritten im kommenden Jahr aus. Eine grosse Veränderung seit dem letzten Dot Plot im September, als nur die Hälfte der Mitglieder mit einer Straffung bis Ende 2022 gerechnet hatte.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?