Unternehmen / Industrie

Fehlinvestition von ABB?

Power-One, die geplante Akquisition des Schweizer Energie- und Automatisierungstechnikkonzerns ABB, befindet sich in einem schwierigen Umfeld. Der Wettbewerbsdruck trifft die Branche unterschiedlich hart.

Hat sich ABB mit der im April angekündigten Übernahme des amerikanischen Solarwechselrichter-Herstellers Power-One vergriffen? Die Frage stellt sich, nachdem der Power-One-Konkurrent SMA Solar Technology einen weiteren massiven Stellenabbau gemeldet hat. Die Branche tut sich schwer, das Geschäft des deutschen Weltmarktführers darbt: Der Umsatz der Gesellschaft hat sich seit 2010 halbiert, die Marge ist von 27 auf 7% gesunken, für 2013 wird ein Verlust nicht ausgeschlossen.

Nach wie vor ist in den Volumen zwar von guten Wachstumsaussichten für Solarenergie und das Geschäft mit Wechselrichtern auszugehen. Unbestritten ist aber auch, dass sich ABB mit Power-One unter Ertragsgesichtspunkten in einer schwierigen Branche zur weltweiten Nummer zwei aufschwingen wird. «Im Markt für Solarwechselrichter herrscht Wettbewerbsdruck», weiss Schaffner-CEO Alexander Hagemann, der im April den jährlichen Preisrückgang auf gegen 10% beziffert hatte. Schaffner ist unter anderem Zulieferer der Wechselrichterbranche.

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