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Warum die Uhrenindustrie vorsichtig optimistisch ist

Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie rechnet trotz der Pandemie in China und des Ukrainekriegs mit einem positiven Jahr.

(AWP) Die Uhrenexporte haben sich seit Anfang Jahr positiv entwickelt. Trotz der Pandemie in China und des Ukraine-Kriegs rechnet der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie für dieses Jahr mit einem Wachstum.

«Wir sind für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch», sagte Jean-Daniel Pasche, Präsident des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Das Wachstum lasse sich aber aufgrund der herrschenden Unsicherheiten nicht genauer beziffern.

Auch die Uhrenindustrie leidet unter Lieferengpässe und bekommt die steigende Inflation aufgrund des Ukraine-Kriegs zu spüren. Materialien werden deshalb teurer. «Zudem kommt es zu Verspätungen bei den Lieferungen», sagte Pasche.

Die Teuerung hierzulande mit rund 3% falle aber nicht so ins Gewicht. «Aber die hohe Inflation beispielsweise in den USA oder Europa könnte unsere Geschäfte beeinflussen», so Pasche.

Dabei rechnet der FH-Präsident im Sommer insbesondere mit Touristen aus den USA und Europa, jetzt wo die Schweizer Grenzen wieder offen sind. Dies dürfte zu weiterem Wachstum führen.

Die asiatischen Touristen, insbesondere die Chinesen, würden aber leider weiterhin fehlen. Wie lange hänge von der Pandemie sowie der Covidpolitik in China ab. Dort habe sich die Situation aber bereits wieder etwas gebessert. Nun hofft die Uhrenbranche auf weitere Öffnungen. Denn: «Der Tourismus ist für die Schweizer Uhrenbranche besonders wichtig», sagte Pasche.

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