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Fiat Chrysler und PSA ändern Fusionsbedingungen

Die geänderten Fusionsbedingungen schieben die Aktien des italienisch-amerikanischen Autoherstellers an.

(Reuters) Die geänderten Bedingungen für den geplanten Zusammenschluss mit dem Peugeot-Hersteller PSA treiben an der Börse in Mailand die Aktien von Fiat Chrysler an. Die Papiere des italienisch-amerikanischen Autoherstellers gewannen bis zu 8,2%, nachdem der Konzern und die Opel-Mutter PSA die Modalitäten ihrer geplanten Fusion revidiert hatten. Dagegen gaben PSA-Aktien anfängliche Kursgewinne wieder ab und notierten 2,4% im Minus.

Um inmitten der Coronavirus-Pandemie die liquiden Mittel zusammenzuhalten, senkt Fiat Chrysler seinen Baranteil bei einer Sonderdividende, die Aktionäre im Rahmen des Zusammenschlusses erhalten sollen, auf 2,9 Mrd. € von 5,5 Mrd. €. Das Gleichgewicht der ursprünglichen Vereinbarung werde durch die Anpassungen bewahrt, betonten beide Gruppen. Die neuen Vereinbarungen sehen weiter vor, dass PSA seine Pläne verschiebe, seinen 46-Prozent-Anteil an dem Autozulieferer Faurecia auszugliedern. Anteilsscheine des Zulieferers gaben zum Handelsauftakt bis zu 10,7% nach.

«Es war ein mutiger und realistischer Schritt des Managements angesichts der Notwendigkeit, an der Liquidität festzuhalten», sagte Roberto Lottici, Fondsmanager bei der Banca Ifigest in Mailand. Die beiden Autokonzerne setzten weiter die erwarteten jährlichen Einsparungen durch die Fusion auf mehr als 5 Mrd. € hoch. Bislang war mit Synergien in Höhe von 3,7 Mrd. € gerechnet worden. Die Autohersteller bestätigten zudem, den Zusammenschluss bis Ende des ersten Quartals 2021 abschliessen zu wollen. PSA und Fiat Chrysler hatten ihre 50 Mrd. € schwere Fusion zum weltweit viertgrössten Autokonzern im vergangenen Herbst angekündigt.

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