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Ferdinand Foch, Marschall von Frankreich – Trocadéro und Eiffelturm fest im Blick: Es gibt sie noch, französische Glorie, wenngleich eben zu Bronze, Beton und Eisen erstarrt. Der Trocadéro-Park wurde im Zweiten Kaiserreich (1852–1870) angelegt, Foch verteidigte die Dritte Republik (1870–1940) in der Grande Guerre. Mit der Verfassung von 1958 begann die Fünfte Republik. Ihre Staatschefs waren entweder Bürgerliche (de Gaulle, Pompidou, Giscard, Chirac, Sarkozy) oder Sozialisten (Mitterrand, Hollande). Nun scheint es möglich, dass kein klassischer Bürgerlicher – was auch immer der schillernde Begriff «Gaullist» wirklich heissen mag – und kein herkömmlicher Sozialist den ersten Wahlgang um die Präsidentschaft am 23. April überstehen wird. Nicht ausgeschlossen, dass sich in der Stichwahl am 7. Mai erstmals zwei Kandidierende gegenüberstehen, die nicht aus den etablierten Hauptströmungen der Fünften Republik kommen: Marine Le Pen vom sozialnationalistischen Front National und Emmanuel Macron, ein «Linksliberaler» (was so nebulös ist wie die Stimmung hier an der Seine). Das alte Parteien-Arrangement wirkt moribund. Der Fünften Republik insgesamt könnte es ähnlich ergehen, sofern Le Pen gewählt wird.