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Finanzfachmann definitiv wegen Insiderhandels verurteilt

Das Bundesstrafgericht verurteilte den Zürcher wegen Insiderhandels bei der Fusion der Zementhersteller Lafarge und Holcim.

(AWP) Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Zürcher Finanzfachmanns wegen Insiderhandels bei der Fusion der Zementhersteller Lafarge und Holcim bestätigt. Der Verurteilte und weitere Personen, die durch die illegale Handlung Gewinne erzielten, müssen diese als sogenannte Ersatzforderungen an den Bund überweisen.

Das Bundesgericht hat die Rügen des 55-jährigen Zürchers in einem am Freitag veröffentlichten Urteil abgewiesen. Entgegen der Ansicht des Verurteilten habe es keine Verletzung des Anklageprinzips gegeben.

Auch habe das Bundesstrafgericht als Vorinstanz den Sachverhalt korrekt ermittelt und überzeugend dargestellt, weshalb es davon ausgegangen ist, dass der Finanzfachmann Insiderinformationen erhielt und diese seit spätestens 2014 gewinnbringend nützte.

Weil die Informationsquelle des Verurteilten von der Bundesanwaltschaft nicht ermittelt werden konnte, handelte es sich um einen Indizienprozess. Das Bundesstrafgericht verurteilte den Zürcher im Dezember 2017 zu einer Busse von 7800 Fr. und einer Ersatzforderung von rund 810’000 Fr.

Insgesamt hatte er Gewinne von rund 2 Mio. Fr. erzielt, die auch auf das Konto seiner Lebenspartnerin und Kunden gingen. Diese müssen nun ebenfalls Ersatzforderungen leisten. Das Bundesgericht hat zwei dagegen eingereichte Beschwerden abgewiesen.

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