Märkte / Devisen

Finanzpartner überdenken Beteiligung an Libra

Visa und Mastercard wollen nicht die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich ziehen.

(Reuters) Prominente Finanzpartner von Facebook (FB 196.75 -2.72%) haben sich einer Zeitung zufolge geweigert, die Pläne des US-Konzerns zum Aufbau der Kryptowährung Libra offen zu unterstützen. Zu den Konzernen gehörten Visa (V 182.64 0.35%) und Mastercard (MA 265 3.52%), berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Sie wollten nicht die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf sich ziehen und könnten ihre Beteiligung an dem Projekt überdenken. Für Donnerstag sei ein Treffen der Dachorganisation Libra Association in Washington geplant, hiess es weiter. Stellungnahmen der genannten Unternehmen lagen zunächst nicht vor.

Facebook wollte ursprünglich die geplante Digitalwährung im kommenden Jahr einführen. Allerdings stellen sich insbesondere Deutschland und Frankreich dagegen. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr Ende September vom Chef der Libra Association, Bertrand Perez, dass die Einführung der Währung wegen der Bedenken verschoben werden könnte.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.