Unternehmen / Finanz

Auf Mark Branson wartet eine Herkulesaufgabe

Analyse | Der Leistungsausweis des Finma-Chefs macht ihn jetzt zum Präsidenten der deutschen Finanzaufsicht. Die steht nach dem Wirecard-Skandal vor grossen Veränderungen.

Die in Turbulenzen geratene deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, hat einen neuen Präsidenten gefunden. Es soll Mark Branson werden. Der 53-jährige gebürtige Brite mit Schweizer Pass ist seit April 2014 Direktor der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).

Es geschieht selten, dass Behördenleiter einen Jobwechsel über Landesgrenzen vornehmen, auch wenn dies bei Finanzaufsichten und Zentralbanken schon vorgekommen ist. Bransons Werdegang als oberster Schweizer Aufseher dürfte in Deutschland Eindruck gemacht haben, seine Kompetenzen werden jenseits der Grenze gerade jetzt bitter benötigt.

Karriere bei UBS

Mitte des Jahres soll Branson die Funktion als BaFin-Präsident übernehmen, nachdem er über sieben Jahre an der Spitze der Finma gestanden hat. 2010 trat er in die Behörde ein, zunächst als Leiter der Bankenaufsicht, ab 2013 war er stellvertretender Direktor. Branson kam einst von der Grossbank UBS, für die er von 1997 bis 2009 tätig war, zuletzt als Finanzchef der Vermögensverwaltung, die zuvor noch wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Zinsmanipulation im Kreuzfeuer stand. Auch Branson geriet diesbezüglich bei seiner Berufung als Finma-Direktor in die Kritik.

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