Die Digitalisierung des Finanzsektors schreitet voran. Kunden besuchen ihre Bank immer seltener, auch Bancomaten verlieren an Bedeutung. Konservative bezahlen mit Karte, Moderne mit dem Smartphone. Mobile Kunden wollen mit einem «Tap» den Überblick über ihre Finanzen erhalten und mit einem «Swipe» Zahlungen auslösen. Die Masseinheit heisst «schnell und simpel». Denn Zeit ist in der digitalen Welt ein wertvolles Gut. Wer seinen Kunden am meisten davon spart, hat die Nase vorn.

Angesichts der Möglichkeiten, die die Digitalisierung Banken und vor allem Bankkunden bietet, hat die Schweiz Aufholbedarf. Die Disruption durch Fintechs ist genauso ausgeblieben wie der Sprung der Branche nach vorn. Anders in der Europäischen Union (EU): Seit Mitte September müssen Banken bewilligten Drittanbietern wie Banking-Applikationen oder Vergleichsdiensten die Daten ihrer Kunden zugänglich machen – sofern diese dem zugestimmt haben. Es ist dieser freie Datenaustausch, der gemeinhin als Open Banking bezeichnet wird. Zur Öffnung zwingt die zweite Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Service Directive, PSD2), die 2016 in Kraft getreten ist. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.