Unternehmen / Schweiz

Firmenkonkurse: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Corona hat entgegen der Erwartung bislang nicht zu einer Konkurswelle geführt, sondern sogar zu deutlich weniger Konkursen.

«Eine gewaltige Konkurswelle kommt auf die Schweiz zu», sagte Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer Ende Mai in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Eine, «wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben». Auf diese Konkurswelle wartet die Schweiz nun, seit die Coronapandemie im März unser Land erfasst hat und mit drastischen Massnahmen bekämpft wurde.

Ob uns die Konkurswelle bereits erfasst hat oder nicht, ist nicht so leicht feststellbar: Die Zahl der Firmenkonkurse schwankt von Monat zu Monat stark und ist zudem von äusseren Einflüssen wie etwa der Jahreszeit abhängig. Um eruieren zu können, ob die 425 Konkurse vom Juli nun besorgniserregend sind oder nicht, hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) das Konzept der Übersterblichkeit, das sonst für Menschenpopulationen verwendet wird, auf Firmen übertragen. Für jeden Monat haben die Forscher in einem gemeinsamen Projekt mit dem Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode eine erwartete Anzahl an Konkursen ermittelt. Alles, was darüber liegt, gilt als «Übersterblichkeit».

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