Märkte / Derivate

Fischmarkt schwimmt gegen den Strom

Die Wachstumsaussichten sind verheissend, doch das Nachhaltigkeitsproblem ist verheerend.

Fischer ist eine schwindende Berufsgattung in Industriestaaten. In vielen Schwellenländern ist die Fischerei jedoch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Global beschäftigt sie 60 Mio. Menschen. Kiemen- und Krustentiere dienen als Proteinquelle für die lokale Bevölkerung sowie als gewinnbringendes Exportgut.

2018 wurden Meeresbewohner mit einem Gegenwert von 400 Mrd. $ aus dem Wasser gefischt. Und der Appetit nach Fisch wächst doppelt so schnell wie die Weltbevölkerung und mehr als die Nachfrage nach tierischen Produkten wie Milch und Fleisch.

Noch nicht erholt 

Trotz dieser intakten Wachstumsaussichten ist die Gesamtsituation nicht rosig. So macht Corona auch vor dem Markt für Meeresprodukte nicht halt. Die Preise von Krevetten, Muscheln und Tintenfisch – alles, was primär im Restaurant gegessen wird – befinden sich im «freien Fall», wie es die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in ihrem jüngsten Bericht ausdrückt. Allerdings seien die Händler jetzt, in der zweiten Welle besser vorbereitet als noch im Frühjahr und könnten darauf reagieren, dass mehr gefrorener und weniger frischer Fisch nachgefragt wird. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?