Unternehmen / Industrie

Fliegt Clariant bald aus dem SLI?

Der Spezialchemiekonzern könnte seinen Platz im Swiss Leader Index verlieren. Der Versandapotheke Zur Rose winkt dafür ein Platz im SMIM.

Es tut sich was in den Schweizer Indizes der mittelgrossen und grossen Werte. Nicht nur im SMI, wo Uhrenhersteller Swatch Group im September der Rauswurf droht. Der Spezialchemiekonzern Clariant könnte anlässlich der nächsten Indexrevision aus dem Swiss Leader Index (SLI) fallen. Dem Index gehören nebst den zwanzig SMI-Aktien die zehn gewichtigsten SMIM-Unternehmen an. Und wie beim grossen Bruder SMI fliessen sowohl der Börsenwert der frei handelbaren Aktien als auch das durchschnittliche Handelsvolumen in die Gewichtung ein.

Genau das wird für Clariant zum Problem. Im März 2020 hat das saudi-arabische Chemieunternehmen Sabic seinen Anteil an Clariant auf 31,5% erhöht, womit sich der Streubesitz verkleinert hat. Das wirkt sich sowohl auf den Marktwert der frei handelbaren Aktien wie auch auf das kumulierte Handelsvolumen negativ aus. Per Ende März lagen Clariant in der von der Börsenbetreiberin SIX publizierten Indexselektion, die sämtliche Schweizer Titel jeweils Ende Quartal nach den Kriterien für die Indexberechnung listet, auf Rang 38 – und damit ein ganzes Stück von der Trennlinie zwischen SLI und SMIM entfernt. Hätte die SIX die Indexgewichtung per Ende März vorgenommen, wäre Pharmakonzern Vifor Pharma neu im SLI gelistet.

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