Es war ein perfektes Jahr: 31,5 Mio. Passagiere reisten 2019 über den Flughafen Zürich. So viele wie nie zuvor. Der Umsatz kletterte auf rekordhohe 1,2 Mrd. Fr. Und mit der Konzession für den Bau und den Betrieb des indischen Flughafens Noida südlich von Delhi stand das Unternehmen im internationalen Geschäft vor dem Sprung nach vorn. Kurz: Der Flughafenbetreiber, der seit 2000 als privates Unternehmen geführt und seit demselben Jahr an der Börse gehandelt wird, prosperierte spürbar.

Und das auf eine Art, um die ihn manches Vergleichsunternehmen im Ausland beneidet hat. Besser als andere schafft er es seit Jahren, das Geschäft diversifiziert auszurichten. Einnahmen aus Retail, Gastronomie und Parkhäusern sind in der Branche neben dem Ertrag aus dem ­Flugverkehr Standard. Da sie aber direkt von der Passagierzahl abhängen, suchte man in Kloten zusätzliche Ertragsquellen – und fand sie in der Beteiligung an und dem Betrieb von internationalen Flug­häfen und im Immobilienprojekt The Circle. Mieteinnahmen aus dem Milliardenbau sollten dem Geschäft Zyklizität nehmen.

Gewinn wieder in Reichweite

Dann kam Corona. Lockdowns, Reise­beschränkungen, Quarantäne: Im ersten Jahr sorgten die globalen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie für einen Einbruch des Passagieraufkommens um 74%. Der Flughafenbetreiber fuhr Kosten und Investitionen zurück, nahm am Anleihenmarkt Kapital auf und arrangierte sich. Ohne Unterstützung der öffentlichen Hand notabene, die zu 38,3% an ihm beteiligt ist. Die Krise machte die Bilanzqualität des Unternehmens eindrücklich sichtbar.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?