Markttechnik

Fokus Markttechnik: Experten wähnen den SMI vor grossen Hürden

Obwohl der SMI in den letzten Wochen Boden gut machen konnte, steht er vor starken Widerstandslinien.

(AWP) Der Swiss Market Index (SMI (SMI 11'128.24 -0.24%)) konnte in den letzten Wochen Boden gutmachen. Am vergangenen Freitag stieg das Börsenbarometer zeitweise sogar auf über 11’200 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Juni. Markttechnikexperten sind sich allerdings einig, dass der SMI nun vor mehreren stärkeren Widerstandslinien steht.

Einer dieser Experten ist Rolf Bertschi. Wie der Autor der Publikation «Global Chart Outlook» in seiner neusten Ausgabe schreibt, verläuft beim SMI in der Region zwischen 11’150 und 11’250 Punkten eine grössere und möglicherweise unüberwindbare Widerstandszone. Spätestens bei 11’350 Zählern erwartet er eine Rückfall in die Region von 10’650, wenn nicht gar 10’350 Punkte. Sein Anlageurteil bleibt deshalb sowohl mittel- als auch längerfristig bei «Down».

Ähnlich sieht es der im Mandat für die UBS (UBSG 16.09 +1.20%) tätige Michael Riesner. Er hatte dem SMI schon vor gut drei Wochen einen Vorstoss auf 11’200 Punkte vorhergesagt. Spätestens bei 11’460 Zählern dürfte dem SMI allerdings die Luft ausgehen. Von dort aus rechnet er noch vor Ende September mit einem empfindlichen Rücksetzer auf 10’350 Punkte, was sich mit den Prognosen seines Berufskollegen Bertschi decken würde. Mit anderen Worten: Auch ihm fehlt der Glaube an einen nochmals deutlich höheren SMI.

Alcon (ALC 65.48 -2.62%) neu auf der Empfehlungsliste der Bank Julius Bär (BAER 51.64 +0.19%)

Nach den Valoren von Nestlé (NESN 114.58 -0.52%), Roche und Richemont (CFR 114.60 -0.87%) nehmen Mensur Pocinci und Markus Wachter von der Bank Julius Bär neuerdings auch die Aktien von Alcon ins «Swiss Equities Portfolio» auf. Die beiden Markttechnikexperten gehen davon aus, dass die Valoren der ehemaligen Novartis-Tochter den Abwärtstrend nach oben verlassen und in höhere Kurssphären vorstossen können. In diesem Zusammenhang verweisen sie auch auf die Trendumkehr bei den Momentum-Indikatoren.

Auch bei Rolf Bertschi schneiden die Alcon-Aktien mit 83 von 100 möglichen Punkten gut ab. Als zweitbester Vertreter aus dem SMI kommt das ehemalige Mutterhaus Novartis (NOVN 80.10 -1.16%) auf 72 von 100 möglichen Punkten.

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