Unternehmen / Ausland

Folgt Porsche den Spuren von Ferrari?

Volkswagen erwägt, ihr Kronjuwel an die Börse zu bringen. Dort könnte dieses seinen wahren Wert zeigen – und Licht auf die Mutter lenken.

Noch ist es ein Gerücht, unabhängig davon aber auch ein interessantes Gedankenspiel: Der Volkswagen-Konzern bringt sein Kronjuwel Porsche an die Börse. Das «Manager Magazin» hatte im Februar unter Berufung auf Insider davon berichtet. Die Rede ist von höchstens einem Viertel der Aktien, das über ein öffentliches Erstzeichnungsangebot (IPO) gestreut werden soll.

Für das Automobilsegment der Börse wäre Porsche eine Bereicherung. Doch in diesem Jahr werde es jedenfalls nichts mehr damit, bremst gemäss dem Magazin ein Mitglied der Konzernspitze.

Ein solcher Börsengang erfüllte einen gleich doppelten Zweck. Er stellte Volkswagen Mittel bereit, um die kostspielige Transformation der Autoindustrie zu bewältigen, und er könnte schlummernden Wert aufdecken: Eine Marktbewertung von Porsche würde aufzeigen, dass der Börsenwert von Volkswagen zu weit unter der Summe der einzelnen Konzernteile liegt und demnach zu niedrig ist.

Hohe Ertragskraft

Die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG zählt zu den weltweit profitabelsten Autobauern. Im Krisenjahr 2020 setzte sie 28,7 Mrd. € um, wovon 14,6% als Betriebsgewinn (Ebit) hängenblieben. Im bereits schwierigen Vorjahr waren es 28,5 Mrd. € und 15,4%. Nachweislich profitabler ist mit knapp 21% Marge im vergangenen Jahr nur Ferrari.

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